Theoretische Grundlagen

Die Fortbildung stützt sich auf das weitgefächerte Grundlagenwissen der Psychologie und Psychotherapie, insbesondere der Tiefenpsychologie und ihrem grundlegenden psycho-dynamischen Verständnis der Entwicklung der Persönlichkeit. Besonderen Bezug genommen wird auf:

  1. Die tiefenpsychologische Existentiell orientierte Psychotherapie nach Yalom Irvin D. Yalom: Existentielle Psychotherapie.Edition Humanistische Psychologie, Köln 1989
  2. Den Psychoanalytischen Ansatz Karen Horney's, mit der zentralen Rolle des Ich-Ideals, des Größen-Ich's und des Minderwertigkeits-Ich und der Analyse der verschiedenen Charakterstrukturen. Karen Horney: Neurose und menschliches Wachstum. Fischer, Frankfurt/Main 1985
  3. Der psychoanalytische und objektbeziehungstheoretische Ansatz nach Melanie Klein und Wilfred Bion, insbesondere in der Fassung von Hermann Beland. Hermann Beland: Die Angst vor Denken und Tun. Psychosozial Verlag, Gießen 2008.
  4. Den gestalttherapeutischen Ansatz im Hinblick auf die Arbeit mit existenziellen Konflikten und der Bewusstheit, u.a.: Claudio Naranjo: Gestalt. Präsenz - Gewahrsein - Verantwortung.
    Arbor-Verlag, Freiamt 1993
  5. Existentielle und integrative Körperpsychotherapie: Dr. phil. Leland Johnson, ein direkter Schüler von Fritz Perls  hat eine Körpertherapie entwickelt, die östliches (Yoga, Atem- und Chakren-Arbeit) und westliche Psychotherapie (reichianische Arbeit, Gestalt u.a.) verbindet. Die Blockaden des Körpers zu lösen und dadurch einen freien Atem und spontane Bewegung zu ermöglichen,  erleichtert tiefe und ganzheitliche Transformation.
  6. Die Begegnung mit der Angst und der Sinn des Lebens. Die Arbeit mit den existentiellen Ängsten: der Angst vor dem Tod, der Bodenlosigkeit, der Leere und dem Alleinsein ist ein wesentlicher Schritt für wirkliche Veränderung. Die Erforschung dessen, was dein Leben sinnvoll und lebenswert macht, führt zu einer inneren Klarheit und lebendigem Energiefluss.

Ziel und Inhalt

Die drei-jährige Fortbildung ist ein professionelles Training für alle, die Menschen begleiten und die die existentielle Dimension in ihrer Arbeit deutlicher berücksichtigen wollen. Es zeigt sich,

  1. dass immer mehr Menschen an Sinnlosigkeit und innerer existentieller Leere und Depression leiden,
  2. dass immer mehr Menschen nicht mehr an klassischen Phobien, sondern an existentiellen Ängsten, der Angst vor der inneren Bodenlosigkeit, Angst vor dem existentiellen Allein-Sein, Angst vor der Leere, dem Kontrollverlust und die Angst vor dem Tod leiden,
  3. dass immer mehr Menschen die Fragen nach dem Wozu und Woher, nach dem Sinn des Lebens in die Therapie einbeziehen wollen und
  4. dass immer häufiger Menschen mit existentiellen und spirituellen Krisen Unterstützung suchen

Die Fortbildung soll den Teilnehmer befähigen, einfühlsam und wirksam mit diesen Menschen arbeiten zu können und die dargestellten Fragen mit den Klienten kompetent bearbeiten können.

Die Fortbildung verbindet therapeutische Arbeit mit der existentiellen Dimension. Durch die Fortbildung entwickelt sich die berufliche Arbeit, die reicher, spannender und tiefer wird. Diese Fortbildung verbindet die Entwicklung der beruflichen Kompetenz mit der Selbsterfahrung und dem eigenen Wachstum.